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LFA

Landesfachausschüsse (LFA)

Die berufliche Fortbildung

Nach § 1 des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) zielt eine Fortbildung auf jene Qualifikationen, die bereits in einem Ausbildungsberuf erworben wurden. Sie sollen erhalten, erweitert, der technischen Entwicklung angepasst oder so ausgebaut werden, dass ein beruflicher Aufstieg möglich wird.

 

Als berufliche Aufstiegsfortbildung bezeichnet man zum Beispiel die von Facharbeiter/innen besuchten Kurse, die zur Meisterprüfung führen, Kurse zur Vorbereitung auf Prüfungen zur Fachwirt-Qualifikation oder die Lehrgänge, die auf eine Prüfung nach der Ausbilder-Eignungsverordnung (AEVO) vorbereiten.

 

Die Rechtsgrundlagen für Prüfungen in der beruflichen Fortbildung sind häufig ungeregelt. Es gibt ein Nebeneinander verschiedener Trägerzertifikate.

 

Jedoch bestehen einheitliche Regelungen für den Bereich der gesetzlichen Aufstiegsfortbildung

 

  • § 53 BBiG / § 42 HWO – bundeseinheitliche Fortbildungsregeln
  • § 54 BBiG / § 42 a HWO – Fortbildungsprüfungsregelungen der zuständigen Stellen

Die Landesfachausschüsse (LFA)

Zur Auswahl und zum Beschluss überregionaler Aufgaben für AEVO- und Fortbildungsprüfungen werden Aufgabenauswahlausschüsse eingesetzt (so genannte Landesfachausschüsse).

 

Die Besetzung der Landesfachausschüsse werden analog § 40 Abs.1, 2 BBiG zusammengesetzt.

 

Dies umfasst u. a.:

 

  • Die Landesfachausschüsse bestehen aus mindesten 3 Mitgliedern.
  • Diese müssen für die Prüfungsgebiete sachkundig und für die Mitwirkung im Aufgabenerstellungswesen geeignet sein.
  • Den Landesfachausschüssen müssen Beauftragte der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer in gleicher Zahl sowie mindestens eine Lehrkraft angehören
  • Die Mitglieder müssen in Bezug auf ihren beruflichen Hintergrund geeignet sein sowie einem Prüfungsausschuss angehören

Die Besetzung der Landesfachausschüsse mit den Vertreter/innen der Arbeitnehmer/innen

DGB Bundesvorstand wird vom DIHK über die Einrichtung neuer Landesfachausschüsse bzw. über die Neuberufung bestehender Landesfachausschüsse informiert.

 

Bei Neubesetzungen wenden sich die IHKs an den DIHK, der informiert wiederum den DGB Bundesvorstand. Der DGB Bundesvorstand leitet die Information an die DGB Bezirke weiter, die geeignete Mitglieder vorschlagen. Die Vorschläge werden wiederum über die DGB Bundesebene beim DIHK eingereicht.

 

Für die Benennung ist ein Zeitraum von 12 Wochen vereinbart.

 

  • Wenn ein AN-Vorschlag keine Berücksichtigung gefunden hat, da der Vorschlag vereinbarten Kriterien nicht entspricht, wird der DGB Bundesvorstand informiert und hat 8 Wochen Zeit, einen anderen Vorschlag zu unterbreiten.
  • Wenn der DGB von seinem Vorschlagsrecht keinen Gebrauch macht, beruft die IHK vorrangig aus dem Kreis der vom DGB benannten Prüfer/innen nach pflichtgemäßem Ermessen.

 

Die aktuelle Vereinbarung zwischen DGB und DIHK gilt für die nächsten 5 Jahre. Sie wird nach 4 Jahren evaluiert und ggf. nachgebessert.

 



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