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7,6 Prozent weniger neue Ausbildungsverträge im Jahr 2009

Die Zahl der Jugendlichen, die einen Ausbildungsplatz im dualen System ergattern konnten, ist weiter gesunken. 2009 waren es rund 561.300 Azubis, 46.300 weniger als im Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt jetzt mitteilte. Dies zeige, dass die Meldung der Arbeitgeber, es mangele an Bewerbern und nicht an Ausbildungsplätzen, schlicht falsch sei, sagte DGB-Vizin Ingrid Sehrbrock.

 

Zur Entwicklung auf dem Ausbildungsmarkt erklärt die stellvertretende DGB-Vorsitzende Ingrid Sehrbrock: „Die Zahlen des Statistischen Bundesamts zeigen: Die Meldung der Arbeitgeber, es mangele an Bewerbern und nicht an Ausbildungsplätzen, ist schlicht falsch. Die Krise hat den Ausbildungsmarkt erreicht: Ein Rückgang von fast 50.000 betrieblichen Ausbildungsplätzen ist ein Alarmsignal. Nach offiziellen Zahlen suchen noch immer mehr als 80.000 Jugendliche trotz des demographischen Rückgangs einen Ausbildungsplatz.

 

Die schlechte Ausbildungsbilanz 2009 zeigt einmal mehr die Achillesferse des deutschen Ausbildungssystems: Die Zukunftsperspektiven junger Menschen sind abhängig von der konjunkturellen Lage der Wirtschaft. Dieses zeigt sich gerade wieder in der Krise. Mit freundlichen Appellen wird sich die Misere auf dem Ausbildungsmarkt nicht beheben lassen. Entscheidend für den Ausbildungsmarkt wird sein, wie Anreize für mehr betriebliche Ausbildungsplätze unter den schwierigen Bedingungen geschaffen werden können. Hierfür sind Tarifverträge über eine solidarische Finanzierung (z. B. Branchenfonds)  notwendig. Das Beispiel der Bauindustrie zeigt, wie ein Umlagesystem ein relativ hohes Angebot an betrieblichen Ausbildungsplätzen auch in Krisenzeiten sichern kann.


Vor allem benachteiligte Jugendliche sind die Verlierer der Wirtschafts- und Finanzkrise. Deshalb müssen ausbildungsbegleitende Hilfen zu einem Regelangeboten für die Betriebe ausgebaut werden. Ausbilder und Lehrer sollen für jeden einzelnen Auszubildenden den Förder-Bedarf ermitteln. Die Bundesagentur muss ihr Leistungsangebot dazu steigern. Bund und Länder sollten sich an der Finanzierung beteiligen.“

 

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