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2-jährige Ausbildung „Fachkraft Metalltechnik“ trotz Widerstand der Gewerkschaften beschlossen

Der Entwurf der Verordnung über die Berufsausbildung „Fachkraft Metalltechnik“ wurde gegen die Stimmen der Vertreter/innen der DGB-Gewerkschaften beschlossen, die sich ausdrücklich gegen eine verkürzte Berufsausbildung ausgesprochen haben. Obwohl jede Sozialvertragspartei gleichrangig ihre Interessen im Neuordnungsprozess eingebracht hat, wurden die der Arbeitnehmer/innen außen vor gelassen.

 

Begründung:

Der Entwurf der Verordnung über die Berufsausbildung zur „Fachkraft Metalltechnik“, wurde gegen die Stimmen der Vertreter/innen der DGB-Gewerkschaften beschlossen, da der Beruf nicht der Hauptausschuss-Empfehlung „Kriterien zur Schaffung von Berufen“ entspricht. Er lässt sich inhaltlich nicht vom Beruf „Fertigungsmechaniker/in“ abgrenzen, da die Ausbildungsinhalte fast deckungsgleich sind. Zudem deckt der Beruf ein schmaleres Handlungsfeld als der Beruf „Fertigungsmechaniker/in“ ab, was eine breite Einsetzbarkeit verhindert. Die breite Einsetzbarkeit ist jedoch ein Kriterium der BIBB-Hauptausschuss-Empfehlung.

 

 

Dass die Arbeitgeberseite einen Beruf fordert, der mehr auf die Bedarfe des Betriebes abzielt, ist aus Arbeitgebersicht von Vorteil, für die künftigen Auszubildenden sinkt jedoch die Verwertbarkeit des Abschlusses auf dem Arbeitsmarkt. Sie sind damit stark an den Ausbildungsbetrieb gebunden.

 

Die Ausbildung „Fachkraft Metalltechnik“ ermöglicht weder Mobilität noch Flexibilität auf dem Arbeitsmarkt, auch ein Aufstieg ist kaum möglich. Dies bestätigen die Rückmeldungen der gewerkschaftlichen Betriebsräte. In Krisensituationen sind zudem Beschäftigte mit 2-jährigen Berufsabschlüssen zuerst von Entlassungen betroffen.

 

Es stößt daher bei den Gewerkschaften auf Unverständnis, dass die Ministerien der Forderung der Arbeitgeber nachgeben und den Beruf und seine Chancen am Arbeitsmarkt abwerten. Das Konsensprinzip wurde hier klar zugunsten der Wirtschaftsseite verletzt.

 

Ansprechpartner: Thomas.Giessler(at)dgb.de, Tel. 030 24060-310



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